Planungswolken

Gebäudedaten jederzeit und überall verfügbar zu haben – das war die erste Idee für die IPROcloud. Daraus entwickelte sich ein System von IT-Lösungen, das die Zukunft revolutionieren und den Kunden von IPROconsult vielfältigen Service bieten wird.

Virtuell erlebbare, zukünftige Realität bereits in frühen Planungsphasen von Gebäuden und Infrastrukturprojekten, künstliche Intelligenz bei Planung und Nutzung von Gebäuden oder die vernetzte Kommunikation der Haustechnik im „Internet of Things“ – all das sind Projekte der Informationstechnologie, die praktisch nur noch auf ihre Anwender warten. „In Pilotprojekten und Studien gibt es heute bereits Möglichkeiten, von denen viele unserer Kunden noch nicht einmal träumen“, erklärt Mischa Sethi, IT-Leiter bei IPROconsult. Mit seinem Team ist er auf vielen Feldern aktiv, um den Kunden des Unternehmens zusätzliche Services bereitzustellen.

Damit’s wieder hell wird

Einer dieser Services ist die IPROcloud: Konkret wurde die Idee hierfür erstmals 2015 als der Wunsch aufkam, Kunden die vielfältigen Arbeitsergebnisse nicht in Ausdrucken und Ordnern zur Verfügung zu stellen, sondern als nutzbare Datensätze. Denn nicht nur im Zuge des „Building Information Modeling“, also der Methode BIM, oder bei der dreidimensionalen Planung entstehen Unmengen von Daten: Jeder Planungsschritt produziert Informationen, die später beispielsweise bei der Nutzung des Gebäudes benötigt werden können. Ein einfaches Beispiel: In einem Büro bleibt eine Leuchte dunkel. Der Facility-Manager weiß dann bereits beim Gang ins Lager nach ein paar Klicks auf seinem Tablet, welches Leuchtmittel er als Ersatz auswählen muss. Funktioniert die Leuchte nach dem Austausch immer noch nicht, kann er mit ein paar weiteren Klicks die zugehörige Verteilerdose, die passende Sicherung und den tatsächlichen Leitungsweg identifizieren, um den Schaden zu finden und zu beheben.

IPROcloud statt Aktenordnern

Bisher wurden bei größeren Gebäuden schnell mal 200 Aktenordner an den Bauherrn übergeben. Der Facility-Manager musste sich dann entweder durchwühlen oder zur Fehlersuche an den Ort des Geschehens eilen. „Heute können wir unseren Kunden alle Gebäudedaten digital in der IPROcloud zur Verfügung stellen, so dass diese jederzeit und an jedem Ort mit Internetzugang aufgerufen werden können“, betont Sethi. Auch ein zweiter Schritt wurde bereits realisiert: die Terminschiene mit Erinnerungsfunktion. Dieser große Kalender ist mit Planungsdokumenten und Datenblättern verknüpft, um beispielsweise auf anstehende Wartungen oder Updates hinzuweisen. Vorgenommene Änderungen kann der zuständige Mitarbeiter des Kunden einfach ergänzen. Auch ein Katastermanagement soll in der IPROcloud zur Verfügung stehen. 

Mit der VR-Brille durch das Gebäude

„Unser mittelfristiges Ziel ist es, unseren Kunden Daten für die Virtuelle Realität (VR) und das Internet of Things (IoT) zur Verfügung zu stellen“, erläutert der IT-Manager. Wenn dann beispielsweise ein Gebäude nach der Methode BIM dreidimensional geplant wurde, soll der Techniker des Kunden einfach eine AR-Brille (Augmented Reality, wörtlich: Erweiterte Realität) aufsetzen, um an jedem beliebigen Ort des Gebäudes alle benötigten Informationen an der richtigen Position in sein Sichtfeld eingeblendet zu bekommen. Dank IoT kann er zudem den Betriebszustand jedes Haustechnik-Elements erfahren und verändern. „Damit machen wir den Schritt in die Welt 4.0 – also die voll digitalisierte und vernetzte Wirklichkeit“, prognostiziert Mischa Sethi. Allein in der ‚German Angst‘ sieht er ein großes Hindernis: „Wir müssen uns im Datenschutz von der negativen und blockierenden Sichtweise lösen, nicht nur Risiken sehen sondern vor allem Chancen erkennen – sonst verlieren wir international den Anschluss!“

5-Jahres-Scheiben über den gesamten Lebenszyklus

In der IPROcloud stellt IPROconsult seinen Kunden für eine vertraglich vereinbarte Laufzeit von fünf Jahren die Daten bereit, gewährleistet deren Sicherheit und Verfügbarkeit über ein ISO-27001-Rechenzentrum. Diese Verträge lassen sich in 5-Jahres-Scheiben über den gesamten Lebenszyklus verlängern. Auf Wunsch kann sich jeder Kunde die Daten auch auf seinen eigenen Server ziehen. Wichtig ist in jedem Fall, jede bauliche Veränderung in den Datensatz einzupflegen, um immer aktuelle Informationen verfügbar zu haben. Der IT-Leiter warnt: „Der schlimmste Feind des Facility-Managers ist der Informationsverlust im Laufe des Gebäude-Lebenszyklusses durch fehlende Aktualisierungen.“ Dank des umfassenden Schulungsangebots von IPROconsult sollte aber auch dieses Risiko bei verantwortungsvollem Umgang zu minimieren sein.

Ausblick: Künstliche Intelligenz in der Gebäudeplanung

In nicht allzu ferner Zukunft werden Computer dank Programmen mit künstlicher Intelligenz (KI) ganze Gebäudeplanungen optimieren können. Wenn beispielsweise in fünf Räumen elf Personen arbeiten sollen, kann die KI die Räume passend zuschneiden, die Flächennutzung und die Einrichtung optimieren, passende Lichtkonzepte planen sowie Beschattung, Klimatisierung und Belüftung auf die erwarteten Bedürfnisse anpassen. „In 30 oder 40 Jahren wird es keine manuelle Planung von Gebäuden und Infrastruktur mehr geben“, ist sich der IT-Leiter bei IPROconsult sicher.

Deutschland hinkt noch hinterher

Bereits heute planen Architekten besonders im nordwestlichen Teil Europas nur noch dreidimensional und nach der Methode BIM. „In Deutschland sind wir noch etwas hinterher, weil beispielsweise die für alle Verträge geltende Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, die HOAI, noch nicht auf die völlig veränderten Planungsschritte nach der Methode BIM ausgerichtet ist“, erläutert Sethi. „Aber zumindest bei IPROconsult wir sind auf einem guten Weg, diesen Vorsprung aufzuholen.“ Die Mitarbeiter des Unternehmens haben heute die Grundlagen, um nach BIM arbeiten, sind fit in der Anwendung entsprechender Planungsprogramme. Spätestens 2020 muss bei IPROconsult jedes Projekt nach der Methode BIM umgesetzt werden können, weiß Sethi.

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